Bei mir

Acrylbild „Bei mir“ von Marie-Christine Federle

Acrylbild von Marie-Christine Federle

Entstanden: Mai 2026
Technik: Acryl auf Leinwand
Format: 70 × 50 cm (H × B)

In einer Welt voller Ablenkungen, Erwartungen und immer neuer, äußerer Ziele erzählt „Bei mir“ von der Reise zurück zu sich selbst – zu jenem inneren Kern, der unabhängig von äußeren Umständen und Bestätigung im Außen existiert.

Das Bild handelt vom (Wieder-)Finden der eigenen, ursprünglichen Identität jenseits der Rollen, die wir in dieser Welt einnehmen und jenseits dessen, was wir leisten, darstellen oder erfüllen.

Darin liegt auch die schmerzhafte und zugleich befreiende Erkenntnis, dass vielleicht kein Mensch uns je ganz verstehen kann — nicht einmal jene, die uns am nächsten stehen. Jeder Mensch sieht nur einen Ausschnitt des Ganzen und unser innerstes Wesen bleibt in Teilen unverfügbar. Umso bedeutsamer wird die lebenslange Reise, uns selbst zu begegnen, uns zu erfahren und immer tiefer verstehen zu lernen. Wir sind es, die die einzelnen Fragmente unseres Lebens zu einem Mosaik zusammenfügen und zu einem Gesamtkunstwerk vereinen.

Insofern berührt das Bild auch die seelischen und körperlichen Ebenen von Heilung. Nach tiefgreifenden Erfahrungen wie z.B. Schwangerschaft, Geburt, Krankheit oder Trauma zeigt es die erstaunliche Fähigkeit des Menschen, Versehrtheit und Erschütterung nicht nur zu überwinden, sondern sie zu verwandeln und aus ihr heraus in eine neue Form von Ganzheit zurückzufinden.

Ganzheit zeigt sich auch im lebendigen Wiederankommen im eigenen Körper: im Genuss, im Spüren und Kennen der eigenen Kraft und Sinnlichkeit, im Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und in dem wachsenden Wissen darum, was man will, was einem guttut und was der eigene Weg ist.

Ein wichtiger Impuls für diese Arbeit war auch das Gedicht „Freude des Seins“ von Max Prosa.

In a world full of distractions, expectations and ever new external goals, “Bei mir” tells of the journey back to oneself – to that inner core which exists independently of outer circumstances and of approval from others.

The painting is about (re)discovering one’s own original identity beyond the roles we take on in this world, and beyond what we achieve, represent or fulfil.

It also holds the painful and at the same time liberating insight that perhaps no one can ever fully understand us – not even those closest to us. Each of us sees only part of the whole, and our innermost being remains partly out of reach. All the more meaningful is the lifelong journey of meeting ourselves, experiencing ourselves and learning to understand ourselves ever more deeply. It is we who join the fragments of our lives into a mosaic and unite them into a complete work of art.

In this sense, the painting also touches on the emotional and physical levels of healing. After profound experiences such as pregnancy, birth, illness or trauma, it shows the remarkable human ability not only to overcome injury and upheaval, but to transform them and to find one’s way back to a new kind of wholeness.

Wholeness also shows in a vivid return to one’s own body: in pleasure, in feeling and knowing one’s own strength and sensuality, in trusting one’s own perception, and in the growing knowledge of what one wants, what is good for one and what one’s own path is.

An important impulse for this work was the poem “Freude des Seins” (Joy of Being) by Max Prosa.

Anfrage zu diesem Werk

← Zurück zur Startseite